KARL-MAY-FILME


Die Spur führt zum Silbersee

DDR 1989

Die Spur führt zum SilberseeDie Spur führt zum SilberseeDie Spur führt zum SilberseeDie Spur führt zum Silbersee
© 1990 Progress Film-Verleih, DEFA
Die Spur führt zum Silbersee

Regie:  Günter Rätz
Drehbuch:  Günter Rätz
Musik:  Addy Kurth
Kamera:  Rudolf Uebe
Puppen:  Sybille Härtel, Bärbel Häßelbarth
Produktion:  DEFA
Verleih:  Progress Film
Film/Format:  1:1.33, 35mm, Orwocolor
Länge:  2309 m, 84 min. (KINO),
               81 min. (TV, VIDEO, DVD)
FSK:  6

Kinostart: 19.01.1990 (Deutschland), (DDR ?)

Auszeichnung:
Goldener Spatz (Kategorie Animationsfilm)
(Deutsches Kinder-Film & Fernseh-Festival in Gera 1991)

Inhalt

Cornel Brinkley ist ein richtiger Ganove, der unschuldige Goldsucher ausraubt und pokert. Als er jedoch eines Tages in Nugget City einen Bankraub begeht, wird er steckbrieflich gesucht. Er wird gefangen, kann jedoch wieder entkommen.

In Freiheit belauscht er den Hobble Frank und die Tante Droll, die von einem alten Indianer ein Testament erhalten haben und deswegen den Großen oder Kleinen Bären suchen. Der Cornel kann die Tante Droll zwar überwältigen, doch durch eine List des Hobble Frank kommt er nicht in den Besitz des Testaments. Um unterzutauchen, verändert der Cornel sein Aussehen durch eine Perücke.

Im Hafen liegt derweil die "Dogfish", die ihre Passagiere aufnimmt. Neben Old Shatterhand steigen auch der Kleine und Große Bär, eine Zirkuscrew sowie einige Banditen mit dem Cornel zu. Die schon angetrunkenen Banditen wollen sich einen Spass machen, indem sie den Großen Bären belästigen. Als auch noch Old Shatterhand in diese Angelegenheit verwickelt wird, zerbricht der Käfig eines Panthers und das Untier bricht aus. Ein kleines Mädchen wird bedroht, doch es wird vom Kleinen Bären gerettet.

Nach diesem Vorfall stossen der Hobble Frank und die Tante Droll zu dem "Dogfish". Sie werden vom Cornel erkannt, der seine Kumpanen auf die beiden hetzt. Doch die haben zwischenzeitlich schon Old Shatterhand eingeweiht, der ihnen erzählt, dass die gesuchten Indianer sich an Bord befinden. Der Cornel belauscht das Gespräch und will den Plan schnellstmöglich haben. Sein Vorhaben gelingt ihm auch und er bohrt Löcher in den Bug, um das Boot schnellstmöglich verlassen zu können. Der Kapitän kann gerade noch zum Ufer steuern, bovor das Schiff untergeht.

Während der Hobble Frank das Fehlen des Plans bemerkt, machen sich die Banditen von Bord. Zusammen mit Old Shatterhand werden sie jedoch verfolgt. Die Spuren der Banditen werden jedoch zuerst von Winnetou bemerkt, der die Gauner auch sofort beschleicht und von deren Vorhaben hört: Sie wollen die Lohnkasse von Sheridan klauen, um an Geld zu kommen.

Dorthin reitet Winnetou sofort, um die dortigen Arbeiter zu warnen. Auch Old Shatterhand trifft zum selben Zeitpunkt dort ein, und gemeinsam wird über einen Plan beraten.

Die Eisenbahn fährt mitsamt den Westmännern los, um die Banditen zu fangen. Vor einem Tunnel wird die Ausfahrt mit Holzstämmen blockiert. Als am nächsten Tag die Banditen die Bahn überfallen haben, werden sie von Winnetou und Shatterhand überwältigt und in den Zug gesperrt. Dann wird in den Tunnel gefahren und der Eingang ebenso blockiert. Shatterhand verlässt mit Winnetou die Lok und die Banditen sind im Tunnel gefangen.

Um die Ganoven hinauszulocken, wird am Eingang ein Feuer gemacht und der entstehende Rauch in den Tunnel geblasen. Nach kurzer Zeit ergeben sie sich und kommen heraus, um dort von Soldaten gefangengenommen zu werden. Doch der Plan wird beim Cornel nicht gefunden.

Auf dem Weg zum nächsten Gefängnis können die Banditen des Cornel die Soldaten jedoch überwältigen und entkommen. In einer entlegenen Hütte besorgen sie sich Gewehre und machen sich sofort wieder auf Schatzsuche.

Sofort machen sich Shatterhand und seine Freunde wieder auf die Verfolgung. In dem überfallenen Eisenbahnercamp finden sie die Spur, der sie nun fortan folgen.

Beim nächsten Indianerstamm stehlen sich die Banditen Pferde und lenken die Schuld auf Shatterhand. Anschliessend machen sie sich auf zum Silbersee. Als der Graue Wolf den Pferdediebstahl bemerkt, reitet er mit seinen Kriegern los, um die Diebe zu finden. Der Verdacht fällt erst auf Shatterhand, doch der kann die Indianer geschickt auf die Fährte der Tramps umleiten, die daraufhin verfolgt werden.

Am Silbersee werden die Banditen vom Großen Wolf und seinen Kriegern angegriffen, doch dem Cornel gelingt es, die Höhle zu finden. Nach einer Schiesserei gelangt er auch zum Schatz. Ein letztes Gefecht mit seinem Gefährten, und der Cornel ist der letzte Überlebende der Banditen.

Durch die Höhle kommt er zur Schatzinsel, doch er wird vom Großen Bären gesehen. Der gibt dem Hobble Frank und der Tante Droll ein Zeichen, worauf die einen Felsen ins Wasser stürzen, der die Insel zerstört und dem Cornel seinen Untergang beschert.


Fazit

Alles in allem ist dieser Film gelungen. Die Handlung des Originalbuches wurde zwar nicht hundertprozentig umgesetzt, aber das ist zu verkraften. Zum Beispiel fehlt der Kampf um Butlers Farm, der Zweikampf mit den Utahs oder einige Figuren wie Castlepool oder der Arzt Hartley. Auch die Frage nach Old Firehand bleibt mal wieder unbeantwortet.

Die Figuren sind gut gestaltet, und auch die Synchronstimmen sind passend gewählt. Der Hobble Frank spricht sogar sächsisch.

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Es lohnt sich auf jeden Fall, den Film einmal zu sehen.

(bk)


Kino-Aushangfotos

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© 1990 Progress Film-Verleih, DEFA
Die Spur führt zum Silbersee - "Wettjagd nach dem Goldschatz - Spannende Prärieabenteuer nach einer Erzählung von Karl May - Karl Mays weltbekannte Helden in einer Puppentrick-Version".





DVD "Die Spur führt zum Silbersee"  © Icestorm Distribution (06/2009)